Glashütter Bürgermeister und EDEKA kämpfen um neuen Nahversorger

EDEKA Logo, um welches auch der Glashütter Bürgermeister erneut kämpft.

Gespräche zwischen EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen und Stadtverwaltung laufen

Ende April 2022 schloss die ehemalige Betreiberfamilie den alten und in die Jahre gekommenen EDEKA-Markt an der Dresdner Straße 23 in Glashütte. Die Gründe für diese unumgängliche Schließung waren bereits vorher bekannt: Die Technik war völlig veraltet und der Markt auch mit seiner knapp bemessenen Verkaufsfläche schlichtweg zu klein geworden. Eine derart geringe Fläche entspricht seit langer Zeit weder den Standards der EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen noch bietet es die Chance annähernd das Sortiment anbieten zu können, welches Kundinnen und Kunden zu Recht von einem Vollsortiments-Markt erwarten.

Eine weitere unabdingbare Voraussetzung ist zudem ein stabiles und wettbewerbsfähiges Umfeld, welches dem Einzelhändler und seinen Mitarbeitenden Perspektiven für die Zukunft bietet. Der jeweilige selbstständige EDEKA-Händler, wie beispielsweise bis vor zwei Jahren Familie Clausnitzer, muss bei der Betreibung eines Marktes darauf achten, dass auch ausreichend Kundschaft den Weg in seinen jeweiligen Markt findet, sodass sich der Standort wirtschaftlich selbst trägt. Sobald die Kundinnen und Kunden wegbleiben, weil das Angebot in einem anderen Ort als deutlich komfortabler empfunden wird, ist eine Schließung letztendlich irgendwann unumgänglich.

Seit der Schließung in Glashütte bemüht sich EDEKA als Eigentümerin des Grundstückes im intensiven Austausch mit Glashüttes Bürgermeister Sven Gleißberg sowie im Rahmen vieler Gespräche mit in Glashütte ansässigen Industrieunternehmen und Grundstücksbesitzern um die erneute Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes im Herzen der Stadt.

„Wir freuen uns sehr über die intensiven Bemühungen und den konsequenten Austausch mit Herrn Gleißberg, der natürlich den Bewohnerinnen und Bewohnern gerne wieder einen angemessenen Nahversorger ‚direkt vor der Haustür‘ bieten möchte“, so Jan Hašek, Regionalleiter Geschäftsbereich Expansion der EDEKA. „Auch wir haben größtes Interesse daran, wieder mit einem ansprechenden und zeitgemäßen Angebot in der Uhrenstadt Glashütte vertreten zu sein. Auf unserem ehemaligen Standort ist die Grundstücksfläche aber schlichtweg zu klein. Um im Jahr 2024 einen adäquaten Markt zu betreiben, braucht ein Einzelhändler ausreichend Verkaufsfläche für das handelsübliche und vom Kunden auch erwartete Sortiment, das immer größer wird. Dieses wurde in den letzten Jahren deutlich ausgebaut und benötigt damit sowohl ausreichend Platz in den Auslagen und Regalen als auch die entsprechende Lagerfläche.“

Zudem spielt auch die Verfügbarkeit von Mitarbeitenden am Standort in Glashütte eine entscheidende Rolle. Stichworte sind hierbei die Berücksichtigung des allgemein herrschenden Arbeitskräftemangels, die Gewährleistung eines optimalen Kundenservices, Personalfluktuation, Rekrutierungskosten und damit auch die Wettbewerbsfähigkeit. „Diese Faktoren müssen durch die Stadt berücksichtig werden und stehen aktuell leider noch den von uns sehr geschätzten Vorstellungen und aktiven Bemühungen des Bürgermeisters entgegen. Wir sind äußerst dankbar für das gezeigte Engagement und die sehr intensiven Gespräche mit Herrn Gleißberg, welche wir auch selbstverständlich fortführen werden“, so Hašek abschließend.

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