Wenn an diesem Wochenende mehrere Konzerte in Dresden stattfinden, steht eine Persönlichkeit gleich mehrfach im Mittelpunkt: Kilian Forster, Gründer und Intendant der Jazztage Dresden, wird selbst auf der Bühne zu erleben sein. Gemeinsam mit seiner Familie als „Forster Family“ sowie im Duo mit seiner Ehefrau Tanja Grandmontagne gestaltet Kilian Forster vier sehr unterschiedliche Konzertabende zwischen Jazz, Soul, Pop und klassisch geprägter Kammermusik.
Den Auftakt bildet die Forster Family am Freitag, 13., und Samstag, 14. März 2026, im Dresdner Weingut Zimmerling. Gemeinsam mit Helena Forster (Gesang), Gabriel Forster (Drums) und Tomasz Skulski (Saxophon) präsentiert Kilian Forster ein vielseitiges Programm zwischen Pop, Soul, Jazz und stilistischen Grenzgängen.
Die Formation verbindet musikalische Spielfreude mit persönlicher Nähe – ein Konzertabend, der musikalische Offenheit und familiäre Energie auf der Bühne zusammenführt.
Am Sonntag, 15. März 2026, folgt im Lehmann-Salon Dresden eine seltene Gelegenheit: Beim Duo-Abend „Forster & Grandmontagne – KontraPiano Classico – Von Bach bis Beatles“ treffen Kontrabass und Klavier aufeinander.
Das Programm ist deutlich klassisch geprägt und bewegt sich von barocker und romantischer Literatur bis hin zu behutsamen Ausflügen in andere musikalische Welten. Zugleich markiert das Konzert eine besondere Rückkehr: Es ist das erste öffentliche Duo-Konzert von Kilian Forster und Pianistin Tanja Grandmontagne seit rund zwanzig Jahren.
Beide verbindet eine lange musikalische und künstlerische Geschichte. Kilian Forster war nach seinem Studium in München und Berlin Mitglied der Herbert-von-Karajan-Stiftung der Berliner Philharmoniker, später stellvertretender Solobassist des Gewandhausorchesters Leipzig und anschließend zehn Jahre Solobassist der Dresdner Philharmonie.
Konzertreisen führten ihn in die wichtigsten Musikmetropolen der Welt. Künstlerisch geprägt wurde er unter anderem von Dirigenten wie Leonard Bernstein, Seiji Ozawa, Sergiu Celibidache und Riccardo Muti. Heute widmet sich Kilian Forster vor allem dem Jazz sowie dem Grenzbereich zwischen Klassik und Jazz und initiiert zahlreiche musikalische Projekte.
Tanja Grandmontagne ist Pianistin und war im Bereich Kammermusik und Orchesterklavier unter anderem in München, Salzburg, Zürich, Rom, Paris und Tokio tätig. Nach längerer kreativer Pause als aktive Musikerin, die sie dem Aufbau einer eigenen Konzertagentur sowie der Gründung und Entwicklung der Jazztage Dresden gewidmet hat, kehrt sie mit diesen Konzerten wieder verstärkt auf die Bühne zurück.
Das Wochenende zeigt damit eine besondere Facette der Festivalmacher: nicht nur als Initiatoren eines der bedeutendsten Jazzfestivals Deutschlands, sondern auch als aktive Musiker auf der Bühne.