Der Gewerbehof FairWerk Nordpark Dresden geht in die entscheidende Bauphase. Auf einer jahrzehntelang brachliegenden Fläche im Industriegelände im Norden der sächsischen Landeshauptstadt entsteht ein moderner Handwerkerhof in Holzbauweise. Nach erfolgreicher Dekontaminierung des Geländes mit Unterstützung des Freistaates Sachsen und der Europäischen Union wurde nun im Rahmen eines Hammerfestes auch der Grundstein gelegt.
Mit der Grundsteinlegung startet die heiße Bauphase für den FairWerk Nordpark Dresden. Bereits in wenigen Monaten soll der erste Bauabschnitt übergeben werden. Grund für die kurze Bauzeit ist die modulare Bauweise: Die fünf Hallen mit rund 4.900 Quadratmetern Mietfläche werden aus etwa 550 Tonnen Holz errichtet.
Im FairWerk Nordpark Dresden entstehen insgesamt 20 Mieteinheiten in drei Größen mit 122, 240 und 377 Quadratmetern. Die Übergabe an die zukünftigen Mieter ist zwischen Mitte Juli und September 2026 geplant.
Projektentwickler ist die in Leipzig und Frankfurt am Main ansässige Family Value Management GmbH. Das Unternehmen investiert gezielt in nachhaltige Immobilienwerte für Unternehmerfamilien. Deutschlandweit betreut Family Value große Gewerbeflächen zwischen Hamburg und Überlingen am Bodensee.
„Aktuell starten wir auf der Erweiterungsfläche mit den Bodenplatten den Hochbau und wollen möglichst im dritten Quartal 2026 bezugsfertig sein“, erklärt Georg Prinz zu Salm-Salm, Partner der Family Value Management GmbH. „Bei der Größe der Mieteinheiten zeichnet sich der Baustoff Holz durch seine besondere Flexibilität und eine extrem lange Lebensdauer aus.“
Das Unternehmen hatte das Grundstück im Nordpark Dresden bereits 2019 erworben. Heute umfasst das Areal rund 14.000 Quadratmeter vermietbare Gewerbefläche, von denen bereits rund 40 Prozent saniert oder neu gebaut wurden.
Die Hallen des FairWerk Nordpark Dresden werden von der Holzbau Moser KG in Reinsberg bei Nossen vorproduziert und anschließend vor Ort montiert.
„Es wird 20 zweigeschossige Mieteinheiten zwischen 122 und 377 Quadratmetern geben – ideal für Start-ups sowie kleine und mittelständische Unternehmen“, erklärt Architekt Clemens Richter vom Dresdner Atelier Lauströer Richter Architekten.
Ein erster Mieter steht bereits fest: Die Dresdner ANYBRID GmbH hat eine Einheit mit 377 Quadratmetern angemietet und wird im September 2026 einziehen. Das High-Tech-Unternehmen entwickelt innovative Anlagentechnologien für die industrielle Fertigung hybrider Leichtbaukomponenten.
ANYBRID wurde 2020 als Spin-off der Technischen Universität Dresden gegründet und beschäftigt derzeit rund zehn Mitarbeitende. Das Unternehmen begleitet seine Kunden von der ersten Idee über die Produkt- und Prozessentwicklung bis zur Serienproduktion.
Auch die Landeshauptstadt Dresden begrüßt das Projekt. Bürgermeister Jan Pratzka, Beigeordneter für Wirtschaft, Digitales, Personal und Sicherheit, sieht im FairWerk Nordpark Dresden eine wichtige Aufwertung des gesamten Standortes.
„Die Zielgruppen Start-ups und Handwerk sind genau die Unternehmen, bei denen momentan Bedarf nach neuen Räumlichkeiten besteht“, sagt Pratzka.
Das Gelände hat eine lange industrielle Geschichte: Bereits seit 1875 befand sich hier eine Munitionsfabrik. Eine Explosion im Jahr 1916 zerstörte große Teile der Anlage und führte zu erheblichen Bodenbelastungen. Später nutzte ein Werk zur Kraftfahrzeuginstandsetzung das Areal.
Die Altlasten wurden nun mit Unterstützung von EU- und Landesmitteln saniert. Bis zu 750.000 Euro stellte der Freistaat Sachsen für die Dekontaminierung des Geländes bereit. Insgesamt sorgen rund 1.000 Säulen, die bis zu neun Meter tief im sandigen Boden verankert sind, für die Stabilität der neuen Hallen.
Nachhaltigkeit spielt beim FairWerk Nordpark Dresden eine zentrale Rolle. Neben der Holzbauweise werden auch Photovoltaikanlagen auf den Dächern installiert.
„Nachhaltigkeit beim Bau steht für uns an erster Stelle – sei es durch die Holzbauweise oder die Solaranlagen auf den Dächern“, sagt Georg Prinz zu Salm-Salm.
Mit dem neuen Gewerbehof entsteht im Dresdner Norden ein moderner Standort für Handwerk, Start-ups und mittelständische Unternehmen.
Foto: Uwe Laule und Georg Prinz zu Salm-Salm (Partner der Family Value Management GmbH), Dresdens Wirtschaftsbürgermeister Jan Pratzka und Architekt Clemens Richter ©meeco Communication Services