2003 gegründet, steht der „Christliche Motorradfahrer Sachsen e. V. (CMS)“ heute mit 265 Mitgliedern mitten im (Gemeinde-)Leben. 40 ehrenamtliche Mitarbeiter sorgen gemeinsam mit den beiden festangestellten Pastoren Theresa Thierfelder (Crottendorf) und Roberto Jahn (Marienberg) dafür, dass jährlich rund 35 Open-Air-Gottesdienste über ganz Sachsen verteilt, monatliche Biker-Bibelkreise, Organisation von Hilfstransporten nach Rumänien oder Südostpolen sowie Motorrad-Freizeiten stattfinden können. Der Verein lebt von Spenden, lediglich etwa fünf Prozent des Haushalts werden von der Evangelischen Landeskirche getragen. „Wir sind offen für alle, die mit uns ins Gespräch kommen wollen“, erklärt Mario Böhme vom CMS.
Höhepunkte des Jahres sind die immer im Mai und im September stattfindenden Motorradtreffen am Rätzteich in Marienberg – nahe den Ortsteilen Gebirge und (passenderweise) Gelobtland. Von Freitag, 11. September, bis Sonntag, 13. September 2026, werden wieder über 1.000 Teilnehmer mit rund 650 Motorrädern aus ganz Deutschland und sogar darüber hinaus erwartet. „Bei freiem Eintritt das ganze Wochenende hinweg freuen wir uns auf viele Gäste – und wenn sie sich nur die vielen Motorräder anschauen wollen. Für Getränke und Speisen ist im großen Festzelt jedenfalls gesorgt“, so Mario Böhme.
Freitags startet das Fest mit Live-Musik, Lagerfeuer und Vorträgen zu Motorrad-Reisen beim „Abend des Ankommens“. Am Samstag werden am Vor- und am Nachmittag jeweils geführte Ausfahrten durch Sachsen und Nordböhmen angeboten. Außerdem stehen ganztägig „Benzingespräche – Biker untereinander“ auf dem Plan. Abends gibt es wieder Live-Musik, diesmal dargeboten vom Sänger und Bassisten Jan Primke aus Dortmund. Der Musiker, der auch schon als Bassist beim Musical „Starlight Express“ in Bochum spielte, gilt als eines der Nachwuchstalente im kirchlichen Musikbereich. Primke, der schon ganze Übertragungen von TV-Gottesdiensten organisierte, wird auch den großen Gottesdienst mitgestalten. Der Motorradgottesdienst am Sonntag ist für den christlichen Biker der Höhepunkt des Treffens. In Ermangelung einer Glocke läuten die Motorradfahrer auf ihre eigene Weise ein: Zuerst werden die Einzylinder-Maschinen gestartet, dann die Zwei-, Drei- und Vierzylinder und zum Schluss starten alle Teilnehmer zusammen nochmals ihre Maschinen. Noch eine Besonderheit ist das „Zeugnis geben“ – hier kann man nach vorne gehen und ein selbsterlebtes Ereignis mit den anderen teilen.
„Beim großen Abschlussessen direkt nach dem Gottesdienst mit allen Beteiligten werden wir noch einmal die große, nicht nur Biker-Gemeinschaft erleben dürfen, bevor es dann für alle Abschiednehmen heißt: mit der Linken zum Gruß“, so Böhme abschließend.
Foto: © Mario Böhme