Wem gehört die Dresdner Carolabrücke? Eigentlich ja allen Dresdnern, wenn die Brücke noch stehen würde. Ein Teil ist von allein eingestürzt, weitere Teile wurden seitdem abgebrochen. Auch die Brückenzüge A und B sind akut einsturzgefährdet und sollen über den Sommer abgerissen werden.
Nachdem schon kurz nach dem Einsturz am 11. September 2024 die ersten Sammler auftauchten und Bruchteile der Brücke haben wollten, kam es schnell zu heißen Diskussionen, wem die Brücke und damit auch die Brückenteile gehören. Rechtlich ist das geklärt. Die Teile gehören dem Unternehmen, das die Brücke abreißt. Aufgrund guter Kontakte zum Abbruchunternehmen ist es Torsten Meisel von der „Dresdner Erlebniswelt“ gelungen, Betonteile und Teile des Bewehrungsstahls zu bekommen und daraus ein Kunstwerk für zuhause als Erinnerung zu schaffen. Nachdem die erste Edition mit 555 Rahmen defacto ausverkauft ist, wurde jetzt von jedem verkauften Carolabrücken-Rahmen eine zweckgebundene Spende von 3 Euro an die Landeshauptstadt Dresden übergeben. „Damit es nicht bei den krummen 1.665 Euro bleibt, haben wir uns entschieden, die Spendensumme auf 2.000 Euro erhöhen – schließlich waren wir von der Nachfrage überrascht. Wir hätten nie gedacht, dass wir innerhalb von zwei Monaten fast alle Rahmen an den Mann bringen“, so Torsten Meisel erfreut.
Da die Nachfrage anhält, gibt es ab sofort eine zweite, wieder 555 Stück umfassende Sonder-Edition mit der auseinandergebrochenen Carolabrücke als Motiv. Auch diese Wandkunst besteht aus einem künstlerisch weiterentwickelten Foto vom 11. September sowie einzigartigen Fragmenten der Dresdner Carolabrücke: ein authentisches Stück Beton und ein Teil des Hennigsdorfer Bewehrungsstahls. „Dieses exklusive Souvenir ist nicht nur ein Zeitzeuge, sondern auch ein eindrucksvolles Kunstwerk, das von einer künstlerischen Grafik umrahmt wird und die Geschichte lebendig werden lässt. Ab sofort ist diese zweite Charge auch wieder über unsere Webseite erhältlich“, so Meisel weiter. Jedem Rahmen ist ein nummeriertes Echtheitszertifikat beigefügt. Auch die zweite Charge ist wieder auf maximal 555 Stück limitiert. „Steine sind auch weiterhin genügend da, deshalb könnten wir auch noch einen draufsetzen – aber erstmal müssen jetzt die neuen 555 Wand- oder Tischrahmen veräußert werden“, sagt Meisel. Der Wandkunst-Rahmen „Edition 2“ mit der Nummer 1 wurde wieder an Bürgermeister Stephan Kühn, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften der Landeshauptstadt Dresden, offiziell übergeben. „Einsturz, Abriss und Neubau der Carolabrücke sind eine große Herausforderung für unsere Stadt. Dass diese Lebensader fehlt, spüren wir im alltäglichen innerstädtischen Verkehr, der sich elbüberschreitend auf die vorhandenen Brücken verteilen muss. Ich freue mich, wenn Menschen mit Anpacken und einen Teil dazu beitragen, dass wir schnell wieder eine neue Brücke bekommen. So kann der Wiederaufbau der Carolabrücke ein Projekt der ganzen Stadtgesellschaft werden. Herzlichen Dank sage ich im Namen der Landeshauptstadt Dresden auf jeden Fall Torsten Meisel von der Dresdner Erlebniswelt für die 2.000-Euro-Spende aus der Mitte des Bürgertums“, sagt Bürgermeister Kühn in seiner Dankesrede.
Weitere Infos und Bestellmöglichkeiten: www.dresdner-erlebniswelt.de
Foto: v.l. Torsten Meisel, Stephan Kühn ©meeco Communication Services
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