Oberbürgermeister zu Gast beim Unternehmernetzwerk

BNI-Chapter „Georgius Agricola“ animierte Chemnitzer Stadtoberhaupt zum Frühaufstehen

BNI-Chapter „Georgius Agricola“ animierte Chemnitzer Stadtoberhaupt zum Frühaufstehen

Vor fast siebzehn Jahren gründeten Selbstständige und Führungskräfte aus Chemnitz und dem Umland ihr eigenes BNI-Unternehmernetzwerk. Das sogenannte Chapter lebt bis heute vom Empfehlungsgeschäft der aktuell 35 Mitglieder, die sich jeden Dienstag um 6.45 Uhr im Hotel Chemnitzer Hof zur gemeinsamen Frühstücksrunde treffen.

Im Chapter will man aber auch den Kontakt zur Politik halten. So hat man nach dem jetzigen sächsischen Landtagspräsidenten Alexander Dierks nun den Chemnitzer Oberbürgermeister Sven Schulze eingeladen, sich und seine Arbeit den anwesenden BNI-Mitgliedern kompakt in zehn Minuten zu präsentieren. Dabei erfahren diese, dass Schulzes Wecker täglich um 6.45 Uhr klingelt, nur für seinen Besuch im BNI-Chapter Georgius Agricola ging es ausnahmsweise mal eine Stunde früher raus. Sein Schlaf war zu Beginn der Legislaturperiode nicht immer der beste, las Schulze doch jeden Abend online schon die Zeitung des nächsten Tages. „Wenn man dabei Dinge liest, die man angeblich entschieden oder gemacht hat, die aber meilenweit von der Realität entfernt sind – dann liegt man schonmal die ganze Nacht wach“, verrät Schulze sein nicht immer positives Erlebnis mit den Medien. Geändert habe sich das erst, seit er die Zeitung wieder morgens zum Frühstück liest – jetzt ist sein Schlaf deutlich besser geworden und er geht viel entspannter in den Tag. Nach dem Schildern eines „normalen“ Tagesablaufs im komprimierter Form ging er auch auf zahlreichen Fragen der Unternehmer ein. Diesen war insbesondere die Entwicklung der Innenstadt ein wichtiges Thema. „Gleich nach der Wende war der Bau der vielen Einkaufszentren um die Stadt herum politisch gewollt“, informiert Schulze über die Zeit vor seiner Bürgermeistertätigkeit. „Heute weiß ich, dass dadurch die Kraft für eine ordentliche Entwicklung des Stadtzentrums verloren ging. Aber wir arbeiten uns Schritt für Schritt voran, um die Innenstadt nicht nur für die Händler und Gastronomen wieder attraktiver zu machen.“

„Ähnlich wie in Lions- oder Rotary-Clubs haben wir eine Branchenexklusivität bei den Mitgliedern. Der Unterschied zu diesen Service-Clubs – bei uns geht es nicht um soziales Helfen, sondern um das eigene Business und damit nicht zuletzt auch um den Umsatz der Mitglieder. Es wird durch uns sicher nicht mehr Umsatz gemacht, aber der hier gemachte Umsatz bleibt durch die Kontakte und Empfehlungen auch vor Ort und stärkt damit maßgeblich die regionale Wirtschaft“, weiß Regionaldirektor Jens Fiedler, von dessen Dresdner Büro aus auch das Chemnitzer Chapter gemanagt werden. In den letzten zwölf Monaten wurden hier aufgrund Empfehlungen über 2,2 Millionen Euro, seit der Chaptergründung sogar mehr als 24 Millionen Euro Umsatz für die Region generiert.

„Gerne würden wir unsere Gruppe auch noch mit einem Steuerberater sowie mit Ärzten verstärken und nehmen dafür gerne Bewerbungen entgegen“, so der amtierende ehrenamtliche Chapterdirektor Thomas Höppner abschließend.

Foto: v.l.n.r. BNI-Regionaldirektor Jens Fiedler (59), Oberbürgermeister Sven Schulze (54), Mitgliederkoordination Astrid Martin (63) und Chapterdirektor Thomas Höppner (42)  ©meeco Communication Services

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