NutriPur ist Preisträger beim Großen Preis des Mittelstandes
Hallenser NutriPur GmbH beim Großen Preis des Mittelstandes in Düsseldorf ausgezeichnet Aus sorgfältig ausgewählten, natürlichen
Die Bamberger FIM-Unternehmensgruppe hält an der geplanten umfassenden Weiterentwicklung des Ems-Einkaufs-Centrums (EEC) in Rheine fest. Nachdem im Oktober 2025 der symbolische Spatenstich für die Neubauten im südlichen Teil des Areals erfolgt war, konnten die Hochbauarbeiten jedoch nicht wie vorgesehen beginnen. Lediglich die Eröffnung des Action-Non-Food-Discounters konnte in der Zwischenzeit gefeiert werden. Hauptgrund für die Verzögerung sind zusätzliche, umfangreiche Untersuchungen auf mögliche Kampfmittel im Boden. Sie waren aus Sicht der FIM leider unverzichtbar, wurde doch nur einen Tag nach dem Spatenstich erneut in Rheine eine Weltkriegsbombe gefunden. Der Fund führte allen Beteiligten unmittelbar vor Augen, dass von Kampfmitteln im Boden auch mehr als 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs weiterhin eine konkrete Gefahr ausgehen kann. Rheine wurde wegen seiner strategisch wichtigen Lage im Zweiten Weltkrieg mit Bahnknotenpunkten und Industrieanlagen stark bombardiert. Letztmalig im März 1945, wo laut Dokumentationen aus historischen Unterlagen allein über 2.000 Bomben über dem Stadtgebiet abgeworfen wurden. Bei Bauvorhaben mit Eingriffen in den Untergrund sind deshalb schon qua gesetzlicher Vorschriften sorgfältigste Prüfungen erforderlich, die einer konstanten Überprüfung und Kontrolle seitens der involvierten Behörden unterliegen. Dies, um dann gerade bei Tiefbauarbeiten eine größtmögliche Sicherheit für die am Bau beteiligten Unternehmen, aber auch für das benachbarte Umfeld zu gewährleisten.
„Vor diesem Hintergrund haben wir das gesamte für die Baumaßnahme vorgesehene Gelände nochmals umfassend auf mögliche Kampfmittel untersuchen lassen“, erläutert Jan Lerke, Geschäftsführer der FIM Unternehmensgruppe. „Dabei ging es um die Erkundung und Bewertung möglicher Belastungen, wobei wir glücklicherweise bis heute keinen konkreten Kampfmittelfund auf dem EEC-Gelände hatten. Die erforderlichen Abstimmungen, vorbereitenden Arbeiten und Sondierungen nahmen aber leider erheblich mehr Zeit in Anspruch als wir ursprünglich geplant hatten.“ Natürlich waren deshalb auch oberirdisch kaum Bauaktivitäten zu erkennen. Die für das Projekt entscheidenden Arbeiten fanden in den letzten zehn Monaten vor allem in der Untersuchung, Bewertung und Absicherung des vorhandenen Baugrunds und der entsprechenden Risikoanalyse statt. Die Kampfmitteluntersuchungen sind aber seit dem Frühsommer abgeschlossen.
„Wir verstehen gut, dass die lange sichtbare Ruhe auf dem Gelände in der Bevölkerung Fragen aufwirft und bei vielen Menschen für eine gewisse Ungeduld sorgt. Auch wir hätten das Bauvorhaben gern deutlich früher fortgesetzt, aber für uns stand fest, dass wir beim Thema Sicherheit keinerlei Abstriche machen. Diese Entscheidung hat Zeit und natürlich auch Geld in nicht unbeträchtlicher Höhe gekostet, war aber richtig und notwendig“, so Lerke weiter. Dennoch kann aber von einem vollständigen Stillstand keine Rede sein, wurde doch bereits im ersten Bauabschnitt die rund 4.000 Quadratmeter große Handelsfläche im Erdgeschoss des historischen Hauptgebäudes der ehemaligen Spinnerei neu strukturiert. Dort findet ja bereits seit gut eineinhalb Jahren erneut Handel statt. Dies unter anderem mit den dort ansässigen Unternehmen ALDI, Action, KiK und Takko.
Die Verzögerung berührt nicht die grundsätzliche Zielsetzung des Projekts. Auf dem rund 32.600 Quadratmeter großen EEC-Areal soll ein offenes Quartier mit Schwerpunkt Nahversorgung entstehen. Im südlichen Bereich sind auf etwa 6.500 Quadratmetern Handelsfläche ein Marktkauf, Rossmann, Das Futterhaus sowie weitere Flächen für Dienstleistungen und Gastronomie vorgesehen. Im Obergeschoss entstehen mehr als 2.500 Quadratmeter Fläche für Büros, Verwaltung, medizinische Einrichtungen und Services. Ein weiterer Bauabschnitt sieht an der Ems ein Hotel vor. Insgesamt soll die Mietfläche des EEC von rund 20.000 auf mehr als 24.000 Quadratmeter wachsen. Derzeit laufen die Vergabegespräche und Verhandlungen für den Bauabschnitt II.
„Wir stehen unverändert zu unserem Vorhaben und zu dem Ziel, das EEC zu einem modernen, gut erreichbaren Nahversorgungsstandort und lebendigen Stadtquartier weiterzuentwickeln. Wir bedauern den entstandenen Zeitverzug sehr. Zugleich sind wir überzeugt, dass eine belastbare und sichere Grundlage wichtiger ist als ein vorschneller Baustart. Gemeinsam mit unseren Projektpartnern arbeiten wir nun daran, die nächsten Schritte so zügig wie möglich umzusetzen und die Arbeiten im Oktober, spätestens aber im November wieder aufzunehmen“, so Lerke.
Das EEC an der Lingener Straße ist seit 1972 ein etablierter Handelsstandort. Nach der Schließung des früheren Real-Marktes im April 2021 und zunehmenden Leerständen erwarb die FIM Unternehmensgruppe das Objekt im Frühjahr 2022, um es neu zu ordnen und langfristig wieder zu stärken. Aus der zunächst vorgesehenen Modernisierung entwickelte sich dann jedoch eine umfassende Neuplanung des historisch und industriell geprägten Areals, was sich auch bei den Ausschreibungen für die rund 20 am Bau beteiligten Gewerke bemerkbar machte, die immer wieder verändert und an die neuen Gegebenheiten angepasst werden mussten. Dazu kamen dann aufgrund der veränderten Planung auch weitere zusätzliche Untersuchungen zu Altlasten und Baugrund sowie entsprechende Prüfungen zu Hochwasser, Überflutungsschutz und Entwässerung. Auch der Arten-, Schall- und Verkehrsschutz musste teilweise neu gedacht und an die veränderten erforderlichen Gegebenheiten angepasst werden.
Über die FIM Unternehmensgruppe: Die in Bamberg ansässige FIM Unternehmensgruppe ist auf Handelsimmobilien spezialisiert, wobei Investments in Einzelhandelsimmobilien sowie deren Revitalisierung und Optimierung langfristig angelegt sind, um das eigene Bestandsportfolio sukzessive weiter auszubauen. In den vergangenen Jahren hat sich die FIM Unternehmensgruppe durch zahlreiche erfolgreiche Transaktionen einen Ruf als zuverlässiger und bonitätsstarker Partner mit einem soliden Wachstum im Markt aufgebaut. Mit verstärkten Ankaufsbestrebungen plant die FIM Unternehmensgruppe, ihr Immobilienportfolio jährlich mit einem Volumen von über 200 Millionen Euro auszubauen. Das Einzelhandelsportfolio umfasst rund 150 Immobilien mit einem Marktpreisvolumen von über 900 Millionen Euro. Im Sinne eines aktiven Immobilienmanagements bündeln die Gesellschaften der Gruppe ihre Kompetenzen und Leistungen, um den Immobilienbestand kontinuierlich konzeptionell weiterzuentwickeln und im Wert zu steigern.
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