Nachhaltige Sanitärlösungen aus Sachsen im Praxiseinsatz

Nachhaltige Sanitärlösungen bei den Karl-May-Festtagen in Radebeul

Wasserfreie Sanitärsysteme aus Sebnitz kommen bei den Karl-May-Festtagen in Radebeul zum Einsatz.

Nachhaltige Sanitärlösungen gewinnen bei Veranstaltungen, Baustellen und temporären Infrastrukturprojekten zunehmend an Bedeutung. Während klassische mobile Toilettensysteme häufig mit hohem Wasserverbrauch, chemischen Zusätzen und aufwendiger Entsorgungslogistik arbeiten, verfolgt die „Eco Sanitary Cycling Solutions Systems GmbH“ aus Sebnitz einen vollständig anderen Ansatz.

Das Unternehmen entwickelt nachhaltige Sanitärlösungen, die komplett ohne Wasser und Chemiezusätze auskommen und gleichzeitig Teil eines geschlossenen Wertstoffkreislaufs werden. Die Systeme kommen inzwischen bundesweit bei Veranstaltungen, Baustellen und mobilen Infrastrukturstandorten zum Einsatz. Ein aktueller Praxiseinsatz erfolgt bei den diesjährigen Karl-May-Festtagen in Radebeul.

Die Idee hinter den Systemen entstand ursprünglich aus der Suche nach funktionierenden Sanitärlösungen für Standorte ohne klassische Abwasserinfrastruktur. Technisch basieren die Anlagen auf modernen Trockentoilettensystemen. Anders als bei klassischen Kompostierungsmodellen wird die anfallende Biomasse jedoch nicht zu Erde oder Kompost verarbeitet.

Stattdessen verfolgt das Unternehmen einen kreislaufwirtschaftlichen Ansatz mit höherer Skalierbarkeit. Die gesammelte Biomasse wird gebündelt und anschließend zu Brennstoffen wie Pellets, Briketts und Feueranzündern weiterverarbeitet.

„Wir betrachten Sanitärinfrastruktur nicht als Entsorgungsproblem, sondern als Teil eines Rohstoffkreislaufs“, erklären die Geschäftsführer Marc Henkenjohann und Holger Preißler. „Unser Ziel ist es, Ressourcen sinnvoll weiterzuverwenden und gleichzeitig wirtschaftlich tragfähige Lösungen für Kommunen, Veranstalter und Bauunternehmen zu schaffen.“

Damit entwickeln sich die nachhaltigen Sanitärlösungen zunehmend zu einem Bestandteil moderner Kreislaufwirtschaft.

Parallel arbeitet das Unternehmen gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) sowie weiteren Partnern am Aufbau eines überregionalen Netzwerks zur Sammlung und Verwertung organischer Reststoffe.

Perspektivisch sollen darüber auch Materialien anderer Betreiber aufgenommen und weiterverarbeitet werden. Damit entwickelt sich Eco Sanitary Cycling Solutions zunehmend von einem klassischen Sanitäranbieter hin zu einem Betreiber nachhaltiger Ressourcen- und Verwertungssysteme.

Im Unterschied zu herkömmlichen mobilen Toiletten endet der Prozess nicht mit der Sammlung der Abfälle. Die Biomasse wird weiterverarbeitet und dadurch aus einem kostenintensiven Abfallstrom zu einem verwertbaren Rohstoff.

Gerade auf Baustellen, bei kommunalen Projekten oder Großveranstaltungen entstehen dadurch praktische Vorteile. Wasserverbrauch, Chemikalieneinsatz sowie Wartungs- und Entsorgungsaufwand lassen sich deutlich reduzieren.

Die modular aufgebauten Anlagen lassen sich flexibel an unterschiedliche Einsatzbereiche anpassen. Das Spektrum reicht von einzelnen Einheiten bis hin zu größeren Anlagen mit hoher Nutzerfrequenz.

Zusätzliche Ausstattungen wie Solarpanels, Beleuchtung oder barrierefreie Zugänge ermöglichen den Einsatz auch an anspruchsvollen Standorten. Gleichzeitig setzt das Unternehmen auf langlebige Materialien, pflegeleichte Oberflächen und hohen Nutzerkomfort.

Die verwendeten Oberflächen sind speziell für intensive Nutzung ausgelegt und besonders leicht zu reinigen. Auch bei Konstruktion und Materialwahl verfolgt Eco Sanitary Cycling Solutions konsequent den Gedanken der Kreislaufwirtschaft.

Perspektivisch sollen Toilettenhäuschen und modulare Sanitärelemente zunehmend aus recycelten Materialien gefertigt werden – unter anderem aus wiederverwerteten Komponenten der Windkraftindustrie. Gleichzeitig sind die Anlagen so konzipiert, dass sämtliche verbauten Materialien nach Ende ihrer Nutzungsdauer sortenrein getrennt und vollständig recycelt werden können.

Die nachhaltigen Sanitärlösungen setzen damit nicht nur auf ressourcenschonenden Betrieb, sondern auf vollständig kreislauffähige Sanitärsysteme.

Erste größere Praxiseinsätze erfolgten bereits beim Highland-Festival Kitzbühel in Österreich sowie bei temporären Infrastrukturprojekten und mobilen Baustelleneinsätzen. Dort konnten die Systeme insbesondere bei Logistik, Wartungsaufwand und Standortflexibilität überzeugen.

Für die bevorstehenden Karl-May-Festtage in Radebeul stellt das Unternehmen nun zehn Anlagen zur Verfügung. Die traditionsreiche Veranstaltung findet an diesem Wochenende bereits zum 33. Mal statt und zählt zu den bekanntesten Events der Region.

„Wir haben die Systeme erstmals auf unserem Weihnachtsmarkt in Kötzschenbroda eingesetzt und waren begeistert. Sie bieten eine nachhaltige Alternative zu klassischen mobilen Sanitärlösungen und ermöglichen bei vergleichbaren Kosten eine deutlich ressourcenschonendere Infrastruktur für Großveranstaltungen“, erklärt Radebeuls Oberbürgermeister Bert Wendsche.

Damit werden die nachhaltigen Sanitärlösungen erstmals auch bei einer großen Veranstaltung in Sachsen umfassender eingesetzt.

Das Unternehmen aus Sebnitz ist inzwischen bundesweit tätig und begleitet Projekte von der Bereitstellung der Systeme bis hin zu Service, Wartung und Logistik. Die operative Umsetzung erfolgt flexibel über eigene Strukturen sowie regionale Partner- und Subunternehmernetzwerke.

Mit dem wachsenden Fokus auf Ressourcenschonung, Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Infrastruktur könnten nachhaltige Sanitärlösungen künftig insbesondere im Veranstaltungs- und Baubereich deutlich an Bedeutung gewinnen.

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